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Der Bergamasker
von Ulrike Ploch-Clobes und Timo Clobes
Der Bergamasker oder Cane da Pastore Bergamasco.
Diese ursprüngliche und uralte Rasse von Hirtenhunden war über die gesamte italienische Alpenregion verbreitet. Als Hirtenhund liegen seine Aufgaben im Führen und Beschützen der Herden. Der Bergamasker Hirtenhund ist ein Hund mittlerer Größe, von rustikalem Aussehen, mit reichlich Fell an allen Körperpartien, kräftig gebaut, aber dabei sehr gut proportioniert.
- Größe: Hündin 56 cm, Rüde 60 cm (Toleranz von +/- 2 cm)
- Gewicht: Hündinnen 26 – 32 kg, Rüden 32 – 38 kg
- Rumpf: quadratisch, kräftig gebaut aber sehr gut proportioniert
- Kopf: erscheint groß aber nicht plump
- Augen: hellbraun bis dunkelbraun
- Haarfarbe: alle Nuancen grau, über grau/schwarz gefleckt, bis hin zu schwarz, isabell, rötlich/grau bis hin zu rötlich/schwarz.
- Haarkleid: sehr reichlich, sehr lang und je nach Körperregion verschieden. Es ist von harscher Textur “Ziegenhaar“, besonders auf der vorderen Körperhälfte. Von der halben Brust ab nach hinten und auf allen Gliedmaßen tendiert es zur Zottenbildung oder ist, je nach Alter des Hundes, bereits zottig.
- Gangart: langer und freier Schritt; der recht lange, ausdauerne Trab ist die bevorzugte Gangart. Dank seines Körperbaus kann der Hund leicht in den normalen Galopp wechseln, eine Gangart, die er sogar ziemlich lange durchhalten kann.
Unsere Hunde
Amorina della Luna di Lana
- Geb.: 12. September 2004
- ZBNr.: BeZ 70126
- HD: B1
- Vater: Amato Bacio blu di Bergamo VDH-Eu.Sg., HD A2
- Mutter: Wally di Valle Brembana VDH-Eu.Sg., HD A
- Angekört: 18. Juni 2006, Verhaltenstest – Ergebnis: 1
- Züchterin: Jutta Ammann
- Besitzerin: Ulrike Ploch-Clobes
- Ausstellungserfolge:
BSZ Dortmund 2005 SG 1
IRA Kassel 2005 SG 1, CAC Jugend, Jugendsieger “Kassel“
IRZ Nürnberg 2006 V 1, BOB, Jugend-Champion KFuH
IRZ München 2006 V 1, BOB, CAC Jugend VDH/KFuH, J-Sieger München
Deutscher Jugend-Champion (VDH)
ESZ Dortmund 2006 V 1, BOB, CACIB, CAC KFuH, Europasieger
IRA Kassel 2006 V 1, BOB, CACIB, CAC KFuH, Sieger “Kassel“
IRA Kassel 2007 V 1, BOB, CACIB, CAC KFuH, Sieger “Kassel“
Mai 2006 Familienbegleithundprüfung mit SG bestanden
KFuH – Urkunde – Hans-Glockner-Pokal – Erfolgreichster Bergamasker 2006
Amorina ist eine vorzüglich proportionierte Hündin. Sie hat mittelbraune Augen und tiefschwarze Pigmente. Ihr Gebäude ist kräftig bemuskelt und sie verfügt über flüssige und raumgreifende Bewegungen.
Das Haarkleid ist in der Struktur und in der Länge vorzüglich. Die Verzottung ist bei Amorina von der Brust bis zu den Gliedmaßen wunderbar zu erkennen.
Sie hat ein sehr liebes und aufmerksames Wesen.
Amorina bringt eigentlich immer ausgesprochen gute Laune und Fröhlichkeit rüber, denn sie freut sich über jedes Familienmitglied das wieder nach Hause kommt, bzw. wenn Kinder, Freunde oder Verwandte uns besuchen. Sie nimmt an allen Familienaktivitäten teil, z. B. Urlaub an der Ostsee, Urlaub im Wohnwagen, segeln, reiten, Fahrrad fahren, wandern, Geburtstage und andere Feiern. Durch ihre coole und lässige Art hat sie im Prinzip keine Probleme anderen Hunden gegenüber – Attacken werden im Zweifelsfall ignoriert.
Sie hat täglich Kontakt zu anderen Tieren, da wir selbst noch Pferde, Hasen, Meerschweinchen und Katzen haben und in der Nachbarschaft noch Hühner, Enten, Gänse, Puten und Hunde leben. All diese Tiere würden dann auch unsere Welpen kennen lernen, da sie in engem Kontakt nebeneinander aufwachsen.
Allegra aus der Villa Kunterbunt
- Geboren: 08. November 1987
- Gestorben: 21. Mai 2004
- ZBNr.: BeZ 70031
- Vater: Reeuwijk’s Giano
- Mutter: Carita Dell’ Aglaia
- Besitzer: Timo Clobes
Allegra war unsere erste Bergamaskerhündin, die von meinem Mann mit in die Beziehung/Ehe gebracht wurde. Wer auch immer einen solchen Hund kennen und schätzen lernt, weiß, dass er keine andere Rasse mehr nehmen kann. Diese Hunde sind so einmalig, kinderlieb, freundlich, liebesbedürftig und aufmerksam. Als ich mit meinem ersten Sohn aus dem Krankenhaus kam und sie zum ersten mal ein Baby bei uns weinen hörte, diese Neugier, Freundlichkeit und diese Sicherheit, dass sie diesem Baby nichts und niemals etwas tun würde. Auch unser zweiter Sohn hat sie noch kennen gelernt, und wer auch immer auf oder über sie gefallen ist – diese Hunde schauen nur wer es war und schon ist alles verziehen.
Allegra nun wieder haben wir gekämmt, da sie nicht so starke Unterwolle hatte, aber durchaus genug um Zotten anzusetzen. Sie war grau mit helleren und dunkleren Nuancen und eine recht kleine und zierliche Hündin. Wir haben viel Freude mit ihr gehabt.
Danke Allegra
Unser Ziel
Da der Bergamasker ein sehr seltener Hund ist, versuchen wir den Liebhaberkreis zu vergrößern. Wir gehen zu Hundeausstellungen und stellen auch selbst aus um den Hund wieder populär zu machen. Da dieser charmante, liebenswürdige Familienhund, der besonders kinderlieb ist nicht in Vergessenheit geraten darf. Unser nächstes Vorhaben ist es nun, gesunde, mutige und charakterstarke Bergamasker zu züchten, nach F.C.I. Rassestandard.
Wir sind Mitglied im Klub für Ungarische Hirtenhunde (da dort diese Rasse betreut wird), angeschlossen an den VDH und den FCI.
Ein sozialverträgliches Wesen ist das A&O ist in der Aufzucht. Weiterhin muss man die angeborenen Fähigkeiten sowie die enge Bindung zum Menschen und die rassespezifischen Eigenschaften unterstützen und festigen. Der Kontakt zu anderen Tieren und zur Umwelt darf auf keinen Fall zu kurz kommen.
Fellpflege
Die Pflege dieses besonderen Haarkleides ist, im Gegensatz zur allgemeinen Meinung mit wenig Arbeit verbunden. Die Haarstruktur entwickelt sich von selbst und ein gelegentliches, leichtes überbürsten der aufgekämmten Körperteile gibt dem Hund ein gefälliges Aussehen. Jeder Züchter zeigt wie man es richtig macht. Wenn man dieses typische Rasta-Fell bei seinem Bergamasker haben möchte, spielt sich die meiste Arbeit im zweiten Lebensjahr des Hundes ab. Zunächst verfilzt der Hund in größeren Platten über den ganzen Körper verteilt unter dem langen Welpenhaar. An diesem Haar lassen sich die Filzplatten gut in so große Filzknubbel teilen, wie man sie gerne haben möchte. Nicht zu groß, damit noch genügend Luft an die Haut kommt, sonst können Hautkrankheiten entstehen und nicht zu klein, da sie sich beim wachsen, dem eigentlichen entstehen der Dreadlocks, verjüngen und dann abfallen könnten.
Nun hat man einen Hund der sich fast gar nicht haart, nur von den aufgekämmten Haarpartien (Kopf, Hals, teilw. Brust, Rute). Jeder Fellwechsel wird nun an die vorhandenen Filzknubbel geschoben und sozusagen in das gewachsene Haar gefilzt. So wachsen die Filzknubbel zum Rasta-Fell. Nun beschränkt sich die Fellpflege darauf, dass bei jedem Fellwechsel die Dreadlocks überall bis zur Haut geteilt werden. Das wiederum macht dem Hund sehr viel mehr Freude (wenn Frauchen, Herrchen oder die Kinder im Fell rumzuppeln), als wenn sie versuchen, dieses Fell mit der Bürste und dem Kamm am Verfilzen zu hindern!
Wenn der Hund gebadet oder sonst wie nass wird, muss man bei diesem Fell allerdings eine lange Zeit zum Trocknen einplanen. Andererseits bietet es sowohl Schutz vor Wärme wie auch vor Kälte.
Ulrike Ploch-Clobes und Timo Clobes



